Letzte Aktualisierung:
02.12.2007 9:44
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Über mich

 
Okay. Jetzt kommt also der unangenehmste Teil dieser Seite. Zumindest für mich. Wie soll man sich einigermaßen realistisch der Öffentlichkeit präsentieren ohne zu überheblich oder zu bescheiden zu wirken? Kann man sich selbst überhaupt so beschreiben, wie man tatsächlich ist? Also gut. Damit ich hier nichts falsch mache, werde ich mich mal auf die musikalischen Fakten beschränken und die Persönlichkeit meiner selbst außen vor lassen:
 
Wie hat alles angefangen? Also: Am Anfang schuf ich Himmel und Erde... Äh. Nein. Das war wohl doch jemand Anderes. (Wie war das noch mit "überheblich"...?) Back to the roots:
 
Selbstverständlich ist jedes Kind von Geburt an musikalisch. Zumindest, was den Gesang anbelangt. Lediglich die Stilrichtungen differenzieren erheblich. Meistens ist es so eine Art "Free-Jazz", was so manches Kind da zum Besten gibt. Ich habe mich davon nicht beeinflussen lassen und mich schon als Kind auf die Instrumentalmusik konzentriert. In Ermangelung entsprechender Instrumente und nicht vorhandener Kenntnisse in der Musiktheorie wurden meine Darbietungen aber von meinem Umfeld schlichtweg als "Lärm" bezeichnet. Um diesen unerträglichen Zustand (nicht nur für mein Umfeld) zu ändern, habe ich dann im zarten Alter von 10 Jahren professionelle Hilfe in Anspruch genommen und trat dem Evangelischen Posaunenchor bei, um die Kunst der sakralen Musik gewissenhaft zu erlernen:
 
Auftritt mit dem Posaunenchor Ostern 1973
 
Dieses Foto wurde Ostern 1973 aufgenommen und zeigt
mich schon im fortgeschrittenen Stadium mit 14 Jahren.
(Na? Wie alt bin ich wohl jetzt?)

Mittlerweile wurde mir dann aber die "Kirchenmusik" zu langweilig. Also trat ich mit 14 Jahren dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr bei. Nach etwa zwei Jahren tauchten die ersten Probleme auf: Der Posaunenchor geht Sonntags in die Kirche und die Feuerwehr auf Feuerwehrfeste. Also mußte ich mich für einen Verein entscheiden. Da ich dem säkularen Dasein bei der Feuerwehr doch mehr Vorzüge abgewinnen konnte, entschloß ich mich dem Chlerus Lebewohl zu sagen und eine Karriere in der Marsch- und Schlagermusik anzustreben. -Obwohl mich der "Sound" eines Posaunenchors auch heute noch berührt (Ich krieg' da manchmal richtig Gäsehaut...).
 
Nun. Weil ich schon immer etwas besonderes sein wollte (Aha! Jetzt sind wir wieder in der Rubrik "überheblich"...) dachte ich mir, Gitarre und Mundharmonika -stellvertretend für alle ordinären Instrumente- kann ja Jeder (Ich kann's bis heute noch nicht) und beschloß, ein spektakuläres Instrument zu erlernen. Da kam mir der Zufall zu Hilfe, denn ich durfte äußerst preiswert einen ansonsten sündhaft teuren (heute sagt man ja "hochpreisigen"), echten Schottischen Dudelsack nebst Lehrbüchern der "College of Piping" in Edinburgh erwerben.
 
Nachdem ich mir dank der Lehrbücher der "College of Piping" die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten des Dudelsack-Pfeifens im Selbststudium angeeignet hatte, legte ich mir das entsprechende Outfit zu, nannte ich mich fortan "The Magic Piper" und konnte mit Stolz von mir behaupten, der einzige Solo-Dudelsackpfeifer von Nordhessen und Südniedersachsen (vielleicht sogar noch weiter) zu sein:
 
"The Magic Piper" 1982

Das brachte mir einige mehr oder weniger lukrative Auftritte bei diversen Veranstaltungen ein. Unter Anderem auch auf bei einem Rock-Festival. Obwohl ich die allergrößten Bedenken vor diesem Auftritt hatte (Warum eigentlich? Ich hatte doch einen "Rock" an. Also passe ich auch auf ein "Rock"-Festival...), wurden meine Darbietungen dort begeistert aufgenommen.
 
Mit zunehmendem Alter wurden mir die Blasinstrumente doch etwas zu anstrengend. Also überließ ich den anstrengenden Teil meiner Musik der elektrischen Energie und legte mir ein Keyboard zu. Damals nannte man so etwas noch "Heimorgel". Mit diesem Gerät erschlossen sich mir für damalige Verhältnisse ungeahnte Möglichkeiten der kreativen Entfaltung. Zu dieser Zeit entstanden auch die ersten Eigenkompositionen, die aber die Jahre leider nicht überstanden haben.
 
Dank intensiver autodidaktischer Ausbildung (Zeitweise habe ich 10-12 Stunden am Tag in die Tasten gehauen) konnte ich meine Fähigkeiten auf dem Keyboard innerhalb kürzester Zeit perfektionieren.
 
Nach dem Erwerb eines dem damaligen Stand der Technik entsprechenden MIDI-Keyboards (Ich glaube es war mein mittlerweile sechstes oder siebtes Keyboard) mit Sequenzer und diversen anderem elektronischen Schnickschnack wollte ich wieder einmal die Öffentlichkeit mit meinen Darbietungen beeindrucken und versuchte mein Glück als Alleinunterhalter:

 
Auftritt als Alleinunterhalter 1993

Diese Karriere war nicht so sehr von Erfolg gekrönt, weil ich einfach nur still vor mich hingeklimpert hatte. An der Qualität meiner instrumentalen Darbietung gab es nichts auszusetzen, aber man erwartete einen Entertainer, der das Volk aufmischt -und vor allem auch noch singt! Gut. Mittlerweile gestattet es ja die Technik, auch meinen Gesang erträglich zu gestalten, aber das wollte ich mir und meinen Mitmenschen dann doch nicht antun. Also zog ich mich mit meinem Equipment in mein stilles Kämmerlein zurück, verfeinerte meine virtuosen Fähigkeiten auf dem Keyboard und bastelte an eigenen Kompositionen.
 
Nachdem ich mich -auch aus beruflichen Gründen- der expandierenden Computertechnik nicht mehr verschließen konnte, hat der Computer auch in meinem musikalischen Schaffen eine bedeutende Stellung erhalten.
 
Der derzeitige Stand meiner Vitae und meines Equipments

Die Werke von mir, die ich hier präsentiere, wären ohne Computer nur mit für mich unerschwinglichem personellen und vor allem finanziellem Aufwand zu realisieren gewesen.
 
Also dann: Viel Spass auf den folgenden Seiten!
 
Dietmar Well